Kommunaler Klimaschutz


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Daniela Kübler
Telefon 07072 92 99 44
E-Mail DKuebler(at)dusslingen.de


Aktuelle Aktionen

Energetische Stadtsanierung

Im Ortsentwicklungskonzept Dußlingen 2030, das im Jahr 2015 erstellt wurde, hat das Thema „Energie- und Klimaschutz“ Platz 7 in der Gesamtauswertung eingenommen. Ein Jahr später wurde in verschiedenen Workshops zum „Kommunalen Klimaschutz“ eine Potenzialanalyse für Nahwärme und die Erstellung eines Quartierskonzeptes für den Bereich „An der Steinlach“ empfohlen und im Rahmen der Klausurtagung 2017 wurde der Aufbau eines Nahwärmekonzeptes als eine Aufgabenstellung im Sanierungsgebiet „An der Steinlach“ definiert.

Die Agentur für Klimaschutz Landkreis Tübingen gGmbH wurde mit der Erstellung eines Quartierkonzeptes für das Gebiet „An der Steinlach“ beauftragt.

Die Erstellung eines Quartierkonzeptes wurde von KfW mit einer Förderquote von 65% gefördert.

Ziel des energetischen Quartierskonzeptes war die Prüfung, ob die kommunalen Liegenschaften sowie die Wohn- und Nichtwohngebäude innerhalb des Untersuchungsgebiets an ein Nahwärmenetz auf Basis erneuerbarer Energien angeschlossen werden können. Als weiterer zentraler Punkt wurde das energetische Sanierungspotenzial der bestehenden Gebäude innerhalb des Untersuchungsgebiets aufgezeigt werden.

Im Rahmen des Förderprojektes energetische Stadtsanierung ist das Projekt REWARM Dußlingen entstanden. Des Weiteren hat die Gemeinde Dußlingen eine PV-Analyse der gemeindeeigenen Liegenschaften in Auftrag gegeben.

Abschlussbericht Quartierskonzept (PDF)

REWARM Dußlingen

Um was geht es?

Dußlingen nachhaltig und zukunftsfähig gestalten – dies ist ein Kernanliegen beim Aufbau eines Nahwärmenetzes im Ortskern der Gemeinde.

Im Dußlinger Ortszentrum ist bis Ende 2022 die Errichtung eines Nahwärmenetzes geplant. Bei diesem von der EU geförderten Vorhaben soll die Abwärme des Verbandssammlers (Abwasserkanal des Abwasserverbandes Steinlach-Wiesaz) im Kugelwörth für die Wärmeversorgung der umliegenden Gebäude genutzt werden.

Das Nahwärmenetz soll nicht nur für öffentliche Gebäude genutzt werden. Für private und gewerbliche Hauseigentümerinnen und -eigentümer besteht ebenfalls die Möglichkeit, sich an das Netz anzuschließen und von den zahlreichen Vorteilen eines modernen, umweltfreundlichen Heizungsnetzes zu profitieren.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage für das Projektvorhaben:

https://rewarm-dusslingen.de/

Für die Umsetzung des Projektvorhabens erhält die Gemeinde Fördergelder durch das Förderprogramm Klimaschutz mit System.

Insgesamt beträgt die Fördersumme 1.909.863,66 €.

Aktuell sind die Planungen für den ersten Bauabschnitt in vollem Gange. Da die Präsenz der Wärmewende an Zug aufnimmt sind die Planungen für weitere Bauabschnitte in vollem Gange. Besonders interessant ist das Gebiet rund um das Sägewerk der Gemeinde Dußlingen.

Weiterer Bauabschnitt REWARM:

Für einen weiteren Bauabschnitt wurde am 15.08.2022 beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Antrag zur Investitionsförderung zur Errichtung oder Erweiterung von energieeffizienten Wärmenetzen fristgerecht eingereicht.

Geplant ist eine zweite Heizzentrale in das bestehende Wärmenetz aus dem ersten Bauabschnitt zu integrieren. Dies führt dazu, dass die Wärme aus den bestehenden Gaskesseln in der Anne-Frank-Schule fast vollständig durch Wärme aus erneuerbaren Energien ersetzt werden kann. Insgesamt sollen so zusätzlich ca. 1000 Trassenmeter entstehen.

Die Wärmeerzeugung soll zunächst mit einem Hackschnitzelkessel mit einer Leistung von 750 kW und einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Aufgrund der geplanten Anbindung an die erste Ausbaustufe des Wärmenetzes ist damit sichergestellt, dass die Wärme nicht ausschließlich aus Biomasse und fossilen Spitzenlastkesseln stammt.

Der Ausbau betrifft Bahnhofstraße und Bereich Silcherstraße/Uferstraße, sowie Kreßbacher Straße, Kappelstraße und Beim Törle.

Netzplan

Energiemanagement

Die anspruchsvollen klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und die bereits spürbaren Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels, auch die ansteigende Preise für Elektrizität und Wärme veranlassen Kommunen dazu, ihren Umgang mit Energie effizienter gestalten zu wollen. Für ein rationales Energiemanagement muss die energetische IST-Situation strukturiert und regelmäßig erhoben werden.

Ein verlässliches Verbrauchsmonitoring und eine Analyse der aktuellen Energieverwendung bilden hierfür die Grundlage.

Deshalb wurde ein Energiebericht für das Jahr 2020 für die Gemeinde Dußlingen durch die Agentur für Klimaschutz erstellt.

Energiebericht (PDF)

Für das Energiemanagement unerlässlich ist die kontinuierliche Erhebung der Energiedaten. Die Effektivität von indizierten Maßnahmen lässt sich nur über messbaren Erfolg nachweisen, deshalb ist es unerlässlich die bestehende Datenstruktur sukzessiv zu erweitern.

Aus diesem Grund hat die Gemeinde ein Förderprogramm bei der L-Bank beantragt über Strukturelles Coaching zur Qualitätssicherung bei Energiemanagement der Gemeinde Dußlingen. Sinn und Zweck ist es für die Gemeinde das kommunale Energiemanagement zertifizieren zu lassen. Angelehnt an die ISO 50001 kann das kommunale Energiemanagementsystem zertifiziert werden.

Sollten Sie Anregungen oder Ideen für das Energiemanagement haben, dann ist Ihr Ansprechpartner bei der Gemeinde Frau Daniela Kübler.

Nachhaltige Wohlfühlgemeinde Dußlingen - Energieeffiziente Ortsmitte“

Energieeffizienz und eine erneuerbare Wärmeversorgung sind wichtige Faktoren auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung. Hierzu hat die Gemeinde Dußlingen in der Vergangenheit bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.
Das von der KfW-Förderbank bezuschusste Projekt „Energieeffiziente Ortsmitte“ bildet damit einen weiteren Baustein in den langfristig angelegten Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde. Dadurch wird ein großer Mehrwert für die kommunalen Investitionsplanungen zukünftiger Energieprojekte geschaffen und die Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung ihrer Immobilie ganz konkret unterstützt. Das umfasst unter anderem die Untersuchung von verschiedenen Varianten der Nutzung von erneuerbaren Energien, Möglichkeiten zum Aufbau eines Nahwärmenetzes, Maßnahmen zu Verbesserung der Gebäudeeffizienz und die Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln für energetische Sanierungsmaßnahmen.
Um ein fundiertes Bild der energetischen Ausgangslage und Informationen aus erster Hand zu erhalten, legt die Gemeinde Wert auf die Beteiligung und die Befragung der Bürgerinnen und Bürger. Denn die Ergebnisse der Umfrage bilden eine wichtige Grundlage für die Untersuchung der Handlungsmöglichkeiten im Energiebereich.

Weitere Informationen erhalten Sie in den PDF

Präsentation zur Auftaktveranstaltung "Energieeffiziente Ortsmitte"

Informationen zum Projekt "Energieeffiziente Ortsmitte"

Energiechecks für Bürger und Bürgerinnen laufen an

Bürgerbefragung im Quartiersgebiet


Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung

Im Zuge der energetischen Sanierung der Straßenbeleuchtung
wurden insgesamt 269 herkömmliche Straßenlampen durch moderne LED-Leuchten ersetzt.
Gesamtaufwand                                                                       112.165 €
davon werden nach dem Gesetz zur Förderung
von Investitionen finanzschwacher Kommunen                90.073 €
vom Bund gefördert.

Abbildung 1: Verbrauchsentwicklung Strom Straßenbeleuchtung

Durch den Einbau von LED-Leuchten konnte eine jährliche Einsparung von       60.000 kWh/ a erzielt werden. Die Maßnahme hatte sich somit bereits nach 20 Monaten amortisiert. Weitere durchgeführte Optimierungen der Lichtsteuerungen führten zu einer Einsparung von 100.000 kWh/ a, u. a. wurde eine Hauptnachtabschaltung installiert.

Nicht nur für die Straßenbeleuchtung führt der Einsatz von moderner LED-Technik zur Einsparung von Energieressourcen. Für die Anne-Frank-Schule steht im Jahr 2022/ 2023 die Umstellung an. Hier wartet die Gemeinde noch auf einen positiven Zuwendungsbescheid der die Umrüstung mit 35% fördert.


Einstiegsberatung zum kommunalen Klimaschutz

Projektträger Jülich Gefördert durch:

In den nächsten Jahren nehmen die Anforderungen an Kommunen zu, die Energiewende herbeizuführen und die vorgegebenen Klimaschutzziele zu erreichen. In Dußlingen werden bereits zahlreiche Klimaschutzaktivitäten erfolgreich durchgeführt. Dennoch will die Gemeinde diese weiter vertiefen und deshalb hat der Gemeinderat in der Sitzung am 26.03.2015 eine Einstiegsberatung zum kommunalen Klimaschutz durch die Agentur für Klimaschutz aus Tübingen beauftragt.
Diese Einstiegsberatung zum kommunalen Klimaschutz wurde im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Förderkennzeichen:
03K01763

Projektlaufzeit:
01.07.2015 bis 30.09.2016

Projektleitung:
Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen gGmbH

Projektpartner:
Umweltforschungsinstitut Tübingen GbR
ebök Planung und Entwicklung GmbH

Abwicklung der Förderung:
Forschungszentrum Jülich

gefördert durch:
Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Was wurde gemacht?/Vorhabensbeschreibung

 
Im Rahmen eines strukturierten Prozesses wurden gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und interessierten Bürgern fünf Workshops durchgeführt. Es wurde der Status quo an Aktivitäten und Strukturen analysiert, Optimierungspotenziale diskutiert und zusammen mit der Kommune ein Zeitplan mit konkreten Maßnahmenvorschlägen entwickelt, wie Klimaschutz in der kommunalen Verwaltung strategisch implementiert und kurz- bzw. mittelfristig verankert werden kann.
 
Diese Maßnahmen betreffen dabei verschiedene Handlungsfelder des kommunalen Klimaschutzes:

  • Energiemanagement
  • Institutionalisierung
  • Verkehr
  • Siedlungsentwicklung
  • Energieversorgung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Klimaschutz global
  • Beschaffung

Die Maßnahmen zielen darauf ab, Klimaschutzaktivitäten in den Sektoren kommunale Liegenschaften, Privathaushalte, Wirtschaft und Verkehr zu intensivieren. Zu den meisten Maßnahmen gibt es passende Förderprogramme.
Der Maßnahmen- und Zeitplan beinhaltet auch die Schaffung von Zuständigkeiten für Energie- und Klimaschutzthemen und zur Einführung eines Controlling-Konzeptes.
 
Der Projektablauf, die Energiebilanz sowie die Klimaschutzaktivitäten und Maßnahmen mit entsprechend möglicher Förderung sind im Schlussbericht zur kommunalen Klimaschutzberatung aufgenommen. Dieser wurde am 10.11.2016 in öffentlicher Sitzung im Gemeinderat vorgestellt.
 
Den Bericht zur Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz finden Sie hier als Download:

Schlussbericht zur Klimaschutzberatung (PDF)

Nächste Schritte

Zeitplan

Zum Hintergrund: Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weiterführende Links:

 
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.klimaschutz.de/de/themen/kommune/foerderung/einstiegsberatung-fuer-kommunen-die-am-beginn-ihrer-klimaschutzaktivitaeten-stehen
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

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