Abschlusstreffen mit Kreisbehindertenbeauftragter Willi Rudolf in Dußlingen


Kreisbehindertenbeauftragter Willi Rudolf hat die Entscheidung getroffen, sich in den Ruhestand zu begeben. Aber nicht, ohne sich von einigen seiner Inklusionsgemeinden im Landkreis Tübingen persönlich zu verabschieden. So war es eine besondere Freude, dass die Gemeinde Dußlingen zu seiner Abschiedstour gehörte.

Bürgermeister Thomas Hölsch begrüßte Kreisbehindertenbeauftragten Willi Rudolf und seine Ehefrau Emma herzlich, sowie Teresa Wild von der Stiftung Liebenau Teilhabe, Silke Hornung Inklusionsbeauftragte der Gemeinde und Frau Schreil vom Schwäbischen Tagblatt.

Kreisbehindertenbeauftragter Willi Rudolf mit seiner Frau Emma, Inklusionsbeauftragte Silke Hornung, Frau Teresa Wild der Stiftung Liebenau Teilhabe und Bürgermeister Thomas Hölsch


Die Akte von Dußlingen sei recht dick meinte Willi Rudolf, wobei Bürgermeister Thomas Hölsch erwiderte, dass dies normalerweise kein gutes Zeichen sei. Im Falle „Inklusion“ sieht das jedoch anders aus. Die Gemeinde Dußlingen kann rückblickend gesehen einiges vorweisen, was in Sachen Inklusion in den letzten Jahren aufgebaut und geleistet worden ist. Willi Rudolf zeigte sich zufrieden, ja sogar begeistert, wie sich aus einem Förderprogramm ein zukunftsträchtiges Projekt entwickelt hat oder wie aus einem kleinen Gedanken ein großartiges Angebot entstanden ist. Wie manchmal der Zufall mitgespielt hat und letztendlich mit vielen Kooperationen aus Vereinen, Institutionen und auch Privatpersonen Angebote sich nachhaltig weiterentwickelt haben. Ein Zahnrad aus Aktion, Innovation und Motivation.

Der Rückblick über sämtliche Projekte und Angebote fasste Silke Hornung zusammen. Der inklusive Dorfrundgang, das Projekt-Café, die inklusiven Lesungen in Kooperation mit der BÜCHEREI MEDIOTHEK waren für Willi Rudolf immer Anlass für einen Besuch in Dußlingen. Auch Inklusions-Workshops, die Ausstellung „ganz-schön-krank“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau Teilhabe oder auch das Inklusionsbegleiterseminar wurden immer mit seiner persönlichen Unterstützung in den Ausführungen begleitet.

Die Aktionstage von Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der von der Stiftung Liebenau Teilhabe initiiert wurde, hat Willi Rudolf immer unterstützt.

Willi Rudolf lobte herausragend den inklusive Ausbau der SPORT UND KULTURHALLE. Ein Projekt, dass von Anfang an durchdacht wurde und die Bedarfe verschiedenster Einschränkungen berücksichtigte. Nur so kann Teilhabe funktionieren, wenn es allen Menschen selbständig möglich ist, an sportlichen und kulturellen Veranstaltungen teilnehmen zu können.

Die entstandenen Projekte wie der Sozialbeirat, das Projekt-Café oder auch die Aufklärungsarbeit zum Abbau der Barrieren in den Köpfen ist ein wesentlicher Bestandteil der Inklusionsarbeit in Dußlingen. Das Projekt „Inklusion macht Schule“, die inklusive „Spielgruppe Lebensräume“ oder das Angebot zum Sommerferienprogramm ist ein wichtiger Bestandteil Kinder und Jugendliche für das Thema Inklusion zu sensibilisieren.

Es wurden in den letzten Jahren viele Ideen verwirklicht, doch sollte man sich nicht auf ein paar Lorbeeren ausruhen. Es gibt immer was zu tun und immer wieder findet man Stolpersteine die zu beseitigen sind, doch Willi Rudolf meinte abschließend, „die Gemeinde Dußlingen hats begriffa“.