Jedes Jahr müssen Rehkitze qualvoll sterben!


Mähmaschinenen sind ein Fortschritt für die Bauern, für Rehe sind sie lebensgefährlich. Durch Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten kann den Rehkitzen ein qualvoller Tod erspart werden. Wildbiologen betiteln Rehe als “Schlüpfer”. Die Rehkitze suchen sich zum Ruhen einen geschützen Ort, oft in waldnahen Wiesen. Wenn Gefahr droht, fliehen die Kitze in den ersten Lebenstagen nicht. Sie drücken sich an den Boden und vertrauen ihrer Tarnfärbung. Dies bedeutet der sichere Tod für die Rehkitze, denn so kann der Bauer sie nicht erkennen. Jäger wenden 2 Methoden an, um die Kitze aus den Wiesen zu vertreiben. Am Abend vor dem Mähen stellen die Jäger Rehscheuchen auf. Das sind raschelnde Säcke, die über einen Pfosten gestülpt werden, so wird die Wiese oder das Feld zu einem unruhigen Platz, um den die Rehe einen Bogen machen oder die Jäger laufen mit ihren Jagdhunden unmittelbar zuvor durch die Wiese, um die Kitze aufzuspüren.

Hundehalter werden gebeten, ihre Hunde nicht ungezügelt durch Wald und Wiesen streunen zu lassen. Hunde sind durchaus in der Lage Rehe zu reißen. Neugeborene Kitze sind erst nach 12 bis 24 Stunden in der Lage laufen zu können. Drei bis vier Tage dauert es, bis die Koordinationsfähigkeit der vier Läufe für einen Galopp ausreicht.

Wir bitten um viel Rücksicht und Ruhe im Wald, damit unsere Waldtiere sicher und geschützt aufwachsen können.

Leider mussten unsere Jagdpächter in den letzten Tagen und Wochen bereits einige durch Mähmaschinen getötete bzw. sehr schwer verletzte Rehkitze auffinden.   

Alle Landwirte bitten wir vor dem Mähen nach Rehkitzen Ausschau zu halten bzw. in den Tagen vor dem Mähen die Jagdpächter zu informieren, so dass diese die Möglichkeit haben die Rehkitze aufzuspüren.