Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 18.07.2019


Verpflichtung und Amtseinsetzung des wiedergewählten Bürgermeisters Thomas Hölsch


 

Eröffnung und Begrüßung sowie Einsetzung und Verpflichtung von Bürgermeister Thomas Hölsch durch Herrn Harald Müller


Im Anschluss an die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates fand die Amtseinsetzung des wiedergewählten Bürgermeisters Thomas Hölsch statt. Bürgermeister Thomas Hölsch wurde am 5. Mai 2019 mit 73,1 % der Stimmen für weitere acht Jahre im Amt bestätigt. Seine vierte Amtszeit beginnt am 1. August 2019. Das Landratsamt hat mit Schreiben vom 13. Juni 2019 die Gültigkeit der Wahl bestätigt. Die Vereidigung und Verpflichtung wird nach § 42 Abs. 6 der Gemeindeordnung (GemO) durch ein vom Gemeinderat gewähltes Mitglied durchgeführt. Herr Müller legte dar, dass er am 3. Juli 2019 für diese Aufgabe ausgewählt wurde. Eine nochmalige Vereidigung mit Diensteid von Bürgermeister Thomas Hölsch ist allerdings aufgrund der Wiederwahl nicht erforderlich. Dennoch wies Herr Harald Müller Bürgermeister Thomas Hölsch auf den am 27. Juli 1995 geleisteten Diensteid hin.
 
Die Vereidigung und Verpflichtung damals lautete:
 
„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach besten Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. So wahr mir Gott helfe.“
 
Dieser Diensteid gilt für die gesamte Amtszeit als Bürgermeister und muss nicht wiederholt werden. Die Verpflichtung auf die besonderen Amtspflichten gegenüber der Gemeinde und ihren Einwohnern und dem Staat gilt hingegen nur für die jeweilige Amtsperiode. Aus diesem Grund verpflichtete Herr Müller Bürgermeister Thomas Hölsch erneut für die vierte Amtszeit. Dazu trug Herr Müller folgende Verpflichtungsformel vor:
 
„Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern.“
 
Bürgermeister Thomas Hölsch erhob daraufhin die Hand und bestätigte die Verpflichtung mit den Worten: „Ich gelobe es.“
 
Herr Harald Müller gratulierte Bürgermeister Hölsch zur Amtseinsetzung und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Am Ende zähle in einer Demokratie das Ergebnis und dieses ist deutlich sichtbar - man denke nur an die Bürgerstiftung, die Stärkung der örtlichen Nahversorgung, die Tunnelfreigabe und Vereinigung der Ortsteile, den dazugehörigen Planungswettbewerb, die E-Ausleihe in der Bücherei oder die Gemeindepartnerschaft mit Mezzocorona. Die Wiederwahl stelle einen Vertrauensbeweis dar, in dem das Zutrauen und Vertrauen der Einwohner in die Miteinbeziehung ihrer Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen zum Ausdruck kommt.

Gemeinderat und erster stellvertretender Bürgermeister Harald Müller

Herr Harald Müller überreichte Bürgermeister Thomas Hölsch als Dank für die bisherige Amtszeit ein Weinpräsent sowie die Beschreibung des Wortes „Bürgermeister“ in Form eines umrahmten Bildes. Herr Müller bedankte sich ebenfalls bei Frau Andrea Hölsch mit einem Blumenstrauß für die Zeit, in der sie ihren Mann der Gemeinde entbehren musste.

1. stv. Bürgermeister Harald Müller bei der Übergabe der Geschenke

Grußwort Landrat Joachim Walter


„Erfolg sollte stets die Folge, nie das Ziel des Handelns sein“. Mit diesem Zitat des französischen Erzählers Gustave Flaubert begann Landrat Joachim Walter seine Rede. Er führt weiter aus, dass das Zitat gut zum Beruf des Bürgermeisters passe, auch wenn es nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich ist, da auch die Arbeit eines Bürgermeisters am Erfolg gemessen werde. Wer aber von vornherein den eigenen Erfolg zum Maß und Ziel seines Handelns mache, der liefe Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren und den Fokus zu sehr auf sich selbst zu richten. Bürgermeister Thomas Hölsch habe es von Anfang an verstanden, worum es geht und wurde dafür mit der vierten Wiederwahl belohnt. Dußlingen sei in den Amtszeiten von Bürgermeister Thomas Hölsch gewachsen und habe sich zu einer modernen Gemeinde mit einer attraktiven Ortsmitte und einer hervorragenden Infrastruktur entwickelt. Landrat Joachim Walter bedankte sich für diesen herausragenden Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Dußlingen und für die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Tübingen und dankte für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Als Dankeschön für ihre Entbehrungen überreichte Landrat Joachim Walter Frau Andrea Hölsch ebenfalls einen Blumenstrauß.

Landrat Joachim Walter bei seiner Ansprache an Bürgermeister Thomas Hölsch

Grußwort Bürgermeister Joseph Reichert für den Kreisverband des Gemeindetags Baden-Württemberg


Im Anschluss an die Rede von Landrat Joachim Walter folgte ein Grußwort des Bürgermeisters Joseph Reichert. Zu Beginn der Ansprache bezeichnete er Bürgermeister Thomas Hölsch und sich selbst als die „Oldies im Kreis der Bügermeister“, die zugleich Motor und Triebfeder in der Bürgermeisterriege darstellen. Bürgermeister Joseph Reichert betont, dass er sich sehr freue, dass Bürgermeister Thomas Hölsch weiterhin im Kreisverband die Fäden zieht. Weiter geht er auf die neue Qualität der Bürgermeisterwahlen ein, bei denen die sozialen Medien in der heutigen Zeit eine entscheidende Rolle spielen. Abschließend lobt er Bürgermeister Thomas Hölsch für die tolle Bilanz der letzten acht Jahre, denn die Gemeinde Dußlingen ist schuldenfrei und hat Investitionen in Höhe von 45 Millionen getätigt.

Bürgermeister Joseph Reichert bei seinem Grußwort

Ansprache Bürgermeister Thomas Hölsch


Nach dem Grußwort von Bürgermeister Joseph Reichert wurde dem wiedergewählten Bürgermeister Thomas Hölsch das Rednerpult für seine Ansprache überlassen. Bürgermeister Thomas Hölsch begrüßte zunächst alle Anwesenden in der neuen SPORT UND KULTURHALLE zu seiner 4. Amtseinsetzung. Vorab richtete er seinen Dank an die Dußlingerinnen und Dußlingern, die ihn am 5. Mai 2019 gewählt und dadurch ihr Vertrauen für die nächsten 8 Jahre zum Ausdruck gebracht haben. Weiter bedankt er sich bei allen, die ihn in seinem Wahlkampf unterstützt haben und bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie dem 1. stv. Bürgermeister Herrn Harald Müller für die Ausrichtung der Feier. Bürgermeister Thomas Hölsch richtete seinen Dank ferner an Herrn Landrat Joachim Walter für sein Grußwort, die guten Wünsche und die gute, kollegiale und zielorientierte Zusammenarbeit im Kreistag und den anderen kommunalen Landesverbänden. Ein herzliches Dankeschön gelte auch Herrn Bürgermeister Joseph Reichert, für sein Grußwort und dem ein oder anderen Ratschlag bei Ausübung des nicht immer vergnügungssteuerpflichtigen Berufes. Seinen letzten und allergrößten Dank richtete Bürgermeister Thomas Hölsch an seine Frau Andrea, seine Tochter Adrienne und seine Familie, die immer für ihn da waren und sein Rückzugsort sind.
 
Weiter führt Bürgermeister Thomas Hölsch aus, dass er als Bürgermeister und Vorsitzender im Gemeinderat das 15. Mitglied des Dußlinger Gemeinderats sei und seine Rolle zum einen als Bindeglied zwischen Verwaltung und Gemeinderat verstehe. Er möchte nach wie vor ein Bürgermeister für alle Dußlingerinnen und Dußlinger sein. Bei insgesamt 4 Wahlen, habe er 310,05 % Zustimmung erhalten, im Durchschnitt 77,51 %! Diese Ergebnisse seien Ansporn und Verpflichtung zugleich. Der Bürgermeister sei aber nicht nur die Brücke zwischen Gemeinderat und Verwaltung, sondern vor allem auch Brücke zu den Dußlingerinnen und Dußlingern. Diese Brückenfunktion könne nur dann gelingen, wenn er sich für alle Bürgerinnen und Bürger einsetze: für Alte und Junge, für sozial Benachteiligte und gut Situierte, für in Dußlingen Geborene und solche, die erst im Laufe ihres Lebens in Dußlingen sesshaft geworden sind. Bürgermeister Thomas Hölsch betont, dass er sich für alle Bürgerinnen und Bürger, über die weltanschaulichen politischen oder religiös-konfessionellen Grenzen hinaus für einen gerechten Ausgleich der verschiedenen Interessen in unserer Gemeinde einsetzen werde.
 
Haltung, Kompetenz und Erfahrung seien die tragenden Säulen seines Amtes. In einer Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert sind, werde es umso wichtiger, dass die Gemeinde und das Gemeinwesen ein Ort der Sicherheit und der Verortung, kurzum ein Ort der Heimat ist.
 
Bürgermeister Thomas Hölsch merkte an, dass er seit vielen Jahren von Dußlingen als Wohlfühlgemeinde spricht. Die Dußlingerinnen und Dußlinger können stolz darauf sein, in einer Gemeinde zu leben, in der unabhängig von Geschlecht, Alter, sozialer Herkunft oder Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Nicht ohne Grund sei Dußlingen eine der Modellgemeinden für die Inklusion in Baden-Württemberg.
 
Abschließend stellte Bürgermeister Thomas Hölsch das gemeinsame Ziel dar, nämlich ein modernes aufgeschlossenes Dußlingen und eine solidarische und zukunftsorientierte Gemeinde, die gleichzeitig lebens- und liebenswerte Heimat ist, zu gestalten und zu erhalten. Er bedankte sich für die Aufmerksamkeit.

Bürgermeister Thomas Hölsch bei der Rede zu seiner Amtseinsetzung

Im Anschluss folgte ein Stehempfang.
 
Der Abend wurde von dem Trompeten-Ensemble der Jugendmusikschule unter der Leitung von Jörg Günter feierlich untermalt (BläserInnen: Edda Lahaye, Lion Lahaye, Niklas Müller, Jonathan Schwarz).

Das Trompeten-Ensemble der Jugendmusikschule