Fuchsräude im Kreis Tübingen: Hundehalter und Jäger werden um besondere Vorsicht gebeten


Das Veterinäramt des Kreises Tübingen sowie die örtlichen Jagdpächter weisen aus aktuellem Anlass auf das Vorkommen von Räude bei Füchsen hin. Die Untersuchung eines in der Gemeinde Bodelshausen erlegten Fuchses ergab den Nachweis dieser Erkrankung.
Auf Gemarkung Dußlingen wurden mehrere an Räude erkrankte tote Füchse aufgefunden.
Die Räude wird durch Milben hervorgerufen und ist vor allem in Südbaden und Südwürttemberg verbreitet. Die Übertragung der Erkrankung erfolgt in der Regel direkt von Tier zu Tier, kann aber auch über die Umgebung z.B. den Fuchsbau, Markierungsstellen oder genutzte Scheuerstellen, erfolgen.
Die Räude geht mit starkem Juckreiz einher und führt so zu Verletzungen (Kratzen, Scheuern, Benagen etc.) sowie nachfolgenden bakteriellen Infektionen. Die Haare fallen aus und die Haut entwickelt borkige Krusten. Bei starkem Befall kann die Erkrankung sogar zum Tode des Tieres führen.
Eine Übertragung der Erkrankung auf den Hund ist bei Kontakt möglich.
Daher und aufgrund einer möglichen Übertragung der ansteckenden Viruserkrankung Staupe von Füchsen auf Hunde werden Hundehalter und Jäger um besondere Vorsicht gebeten. Hunde sollten nur im Einwirkungsbereich des Halters frei laufen und der Impfschutz von Hunden gegen Staupe sollte überprüft werden.

Wer tote, kranke oder verletzte Wildtiere findet, sollte den zuständigen Jäger informieren.
Informationen zur Räude oder der Staupe erteilt das Landratsamt, Abteilung Veterinärwesen, Tel. 07071/207-3202.
Fachinformation des Staatlichen tierärztlichen Untersuchungsamtes Aulendorf zur Fuchsräude im Regierungsbezirk Tübingen:
Link zum Merkblatt
http://www.stua-aulendorf.de/pdf/Fuchsraeude Merkblatt.pdf