Bauantrag zur Errichtung einer Funksende- und Empfangsanlage für das Vodafone-Mobilfunknetz in Dußlingen wegen fehlendem Einverständnis des Grundstückseigentümers zurückgewiesen


Die von der Vodafone-Mobilfunknetz GmbH beantragte Baugenehmigung zur Errichtung einer Funksende- und Empfangsanlage in der Albstraße 15 in Dußlingen wird nicht wie ursprünglich geplant erteilt. Die Grundstückseigentümer haben der Gemeinde Dußlingen in der Woche vor Ostern schriftlich mitgeteilt, dass sie dem Bauantrag zur Errichtung der geplanten Anlage durch den Mobilfunkbetreiber nicht zustimmen werden. Aus diesem Grund wurden die Bauantragsunterlagen wegen so genanntem mangelndem Sachbescheidungsinteresse an das Baurechtsamt des Landkreises Tübingen zurück gegeben. Die Entscheidung des Gemeinderates vom 14.02.2019, bei dem das Gremium sein Einvernehmen zur Errichtung der geplanten Anlage sowie zur Demontage des vorhandenen Stahlrohrmastes erteilt hat, ist damit hinfällig.
Aus der Dußlinger Bürgerschaft heraus, hat sich zwischenzeitlich ein Arbeitskreis für umweltverträglichen Mobilfunk (AKUM) gegründet, der sich mit der Strahlenbelastung durch die Mobilfunkmasten im Gemeindegebiet kritisch befasst. Aktuell werden durch den Arbeitskreis Informationsmaterialien verteilt und gleichzeitig Unterschriften für einen Einwohnerantrag nach § 20 b der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg sowie Unterschriften für ein Bürgerbegehren nach § 21 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg gesammelt. Das Bürgerbegehren befasst sich mit der Frage, ob die Bürgerinnen und Bürger dagegen sind, dass der bestehende Mobilfunkmast in der Albstraße 15 gegen einen höheren Betonmast mit Antennenplattform ausgetauscht wird. Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass ein Bürgerentscheid gegen das Vorhaben nicht durchgeführt werden kann, da die Grundstückseigentümer mit der Baumaßnahme nicht einverstanden sind und eine Baugenehmigung deshalb nicht erteilt wird.