In Dußlingen kommt die Elektromobilität voran
Erste öffentliche Ladesäule beim Alten Rathaus. Innovatives EnBW-Modell.


Die Gemeinde Dußlingen hat für Elektromobilisten eine erste öffentliche „Tankstelle“ eingerichtet. Beim alten Rathaus lassen sich ab sofort gleichzeitig zwei Elektroautos oder -roller aufladen. Am Vormittag des 9. Juli nahmen Bürgermeister Thomas Hölsch und EnBW Kommunalberater Nicolaus Schäfer die innovative Ladesäule offiziell in Betrieb.
Deutschlandweit gewinnt die Elektromobilität langsam an Fahrt. Die Mitarbeiter im Dußlinger Rathaus können allerdings bereits seit  Februar 2017 auf ein elektrisch angetriebenes Dienstfahrzeug und seit kurzem sogar auf ein zweites zurückgreifen. Für Thomas Hölsch war das „ein wichtiges Anliegen, „gerade im Rahmen unserer Anstrengungen in Sachen Klimaschutz“. Während sich die kommunalen Stromer in der Tiefgarage der Gemeinde „betanken“ lassen, sah der Bürgermeister Handlungsbedarf bei den öffentlichen Ladesäulen. „Eine flächendeckende Infrastruktur gehört für mich zu den entscheidenden Voraussetzungen dafür, dass die Anzahl der E-Mobile rasch zunimmt“.
An den gekennzeichneten Parkplätzen beim alten Rathaus stehen Autofahrern zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt Leistung zur Verfügung. Ältere Fahrzeuge oder auch Zweiräder lassen sich an zwei Schuco-Steckdosen mit je 3,7 kW aufladen. Der Zugang funktioniere laut Nicolaus Schäfer mit handelsüblichen Ladekarten, normalerweise sogar bei Besuchern aus dem Ausland. Neuerdings ließe sich auch mit der „EnBW mobility+ App“ auf dem Smart-Phone bezahlen, die zudem europaweit den Weg zur nächsten freien Ladesäule weise. Nur eine halbe Stunde Laden reiche bei neueren E-Autos schon wieder für mindestens 50 Kilometer Reichweite, erläuterte Nicolaus Schäfer weiter. „In der Zeit lässt sich in der Umgebung einkaufen, etwas auf dem Rathaus erledigen, bei einem Kaffee ausspannen oder künftig in der neuen Kultur- und Sporthalle eine Veranstaltung besuchen“, warb Thomas Hölsch. Für viele ehrenamtlich Engagierte sollte die Station außerdem wegen der Nähe zum Bürger- und Vereinsheim im Alten Rathaus attraktiv sein. Die Ladestation ist rund um die Uhr zugänglich.
Info/Hintergrund:
Mit der EnBW mobility+ App können Fahrer von Elektroautos derzeit an über 16.000 Ladepunkten in ganz Deutschland und Europa ihr Fahrzeug zum einheitlichen Roaming-Tarif laden. Nutzer von Verbrennungsfahrzeugen können mit ihr zudem den Einsatz eines E-Mobils simulieren und anhand des Fahrprofils erkennen, ob so eine Anschaffung sinnvoll wäre. www.enbw.com/mobilityapp
Weitere Internet-Fundstellen zu Ladesäulenkarten gibt es unter www.bundesnetzagentur.de (nur die gemäß Ladesäulenverordnung) oder www.goingelectric.de/stromtankstellen/. Als öffentliche Tankstelle zwischen Tübingen und Mössingen ist bisher nur die jüngst in Nehren (ebenfalls in Kooperation mit EnBW) in Betrieb genommene aufgeführt.
Die EnBW betreibt aktuell gut 400 AC-(Normal)Ladestationen mit mehr als 700 Ladepunkten, schwerpunktmäßig im Mittleren Neckarraum sowie an der Rheinschiene.

In Dußlingen kommt die Elektromobilität voran

In Dußlingen kommt die Elektromobilität voran